Das Museum Wustrow im Hannoverschen Wendland hat wechselnde Ausstellungen.

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Daneben sind aber auch Dauerausstellungen etabliert. Diese sind zum einen der Colonialwarenladen sowie die Ausstellung DDR-Konsum.

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Ankündigung der Eisenbahnausstellung

Ausstellung über das Eisenbahnunglück in Karwitz 1939

Als Vorspann zur anstehenden großen Eisenbahn-Ausstellung 2018 zeigt das Museum Wustrow ab Frühjahr 2017 im Kabinetts-Raum [Museumscafé] eine Dokumentation zum Eisenbahnunglück auf dem Bahnhof Karwitz vom Oktober 1939. Am Ende des zweiten Kriegsmonats strandete eine Gruppe Fronturlauber aus Dannenberg und Umgebung nach langer Fahrt vom Westwall gegen Mitternacht in Uelzen. Der Bahnhofsvorsteher zeigte Verständnis und ließ einen Schnellzugwagen aus der Betriebsreserve in einen abfahrbereiten Güterzug nach Dannenberg einrangieren.

Die Soldaten stiegen ein und der – nunmehr – „Güterzug mit Personenbeförderung (GmP)“ fuhr los, erreichte gegen 1 Uhr nachts Karwitz und krachte, infolge falscher Weichenstellung, auf einen dort wartenden Gegenzug. Die Lokomotiven verkeilten sich ineinander und kippten um. Der Schnellzugwagen mit den Soldaten wurde zerquetscht; die nachdrängende Masse des Güterzuges sorgte dafür, dass drei der mit Stroh beladenen Wagen über den Unglücksort geschoben wurden. Sie fingen sofort Feuer, die Unglücksstelle wurde zum Inferno. –

Die seit Jahren monatlich im Museum tagenden Eisenbahnfreunde aus Bergen, Dambeck, Dannenberg, Schnega, Teplingen und Wustrow versuchen anhand dürftiger Zeitungsberichte (es herrschte Krieg!), alter Gleispläne und der Traueranzeigen für die tödlich Verunglückten – und durch ihr spezielles Fachwissen, das Unglücksgeschehen zu rekonstruieren. Es gelang den Bahn-Experten, Nachkommen der Opfer aufzuspüren und noch das eine oder andere Relikt aufzutreiben. Selbstverständlich wurde auch eine Ortsbegehung der heutigen Karwitzer Bahnanlagen vorgenommen.