Das Museumshaus ist ein Zeugnis des wirtschaftlichen Aufschwungs nach 1871. Die stilprägende Kraft der Gründerzeit war der Historismus oder Elektizismus mit seinem pluralistischen Rückgriff auf das Mittelalter.

Der Berliner Architekt Otto Willrich wurde beauftragt, das Lüringsche Wohnhaus zu planen und ausführen zu lassen. Als das Gebäude 1981 vom Museumsverein Wustrow gekauft wurde, war von den einst aufwendigen historischen Wandmalereien nichts mehr zu sehen. Diese wurden erst bei Reparaturarbeiten wiederentdeckt.

SANIERUNG DES MUSEUMSGEBÄUDES 2016 und folgende Jahre

Im Jahr 2016 hat der Museumsverein entstandene Wasserschäden im Obergeschoss / Straßenfront mit Eigenmittel, regionalen Unterstützungen und vor allem mit Finanzierung durch die VGH beheben können.
Im Jahr 2017 haben wir uns intensiv damit beschäftigt, die Ursachen der Senkungsschäden am Gebäude zu erforschen und Firmen zu finden, die für eine Sanierung in Frage kommen könnten.
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde Anfang der 80er Jahre umfangreich saniert und zu einem Museum umgebaut. Im Laufe der Jahre ist es schleichend zu Setzungen gekommen, die sich auf das Tragverhalten des gesamten Gebäudes auswirken.
Primär im südlichen Gebäudedrittel des Hauptgebäudes und in dem Bereich des der Jeetzel zugewandten Anbaus mit dem Kellerausgang ist es sichtbar zu Setzungsschäden gekommen. Zur Beobachtung wurden Gipsplomben gesetzt, die inzwischen an mehreren Stellen gerissen sind und damit dokumentieren, dass die Setzungen weiter voranschreiten.
Die Kellerdecke (Erdgeschossfußboden) ist in der Gebäudemitte auf einer Länge von ca. 5 m um ca. 12-15 cm stark abgesackt.
Die Auswirkungen sind inzwischen nicht nur im Keller, sondern auch im Erdgeschoss deutlich sichtbar, besonders im Hauptausstellungsraum, dem “Großen Salon”. Die Giebelwände im KG und EG weisen 3 cm starke Risse auf, die sich in die Traufwände und bis in die Stahlsteindecke des Kellers fortsetzen. Zur Voruntersuchung wurden im südlichen Drittel des Hauptgebäudes bereits Öffnungen im Boden erstellt, um Aufschlüsse über den Untergrund und für die Gründung zu erhalten. Dabei
stellte sich heraus, dass das Haupt- und Nebengebäude unter den Außenwänden auf Holzpfählen gegründet ist. Die Köpfe der Pfähle sind bis auf die Schachttiefe (ca. 60 cm) nicht mehr vorhanden.
Der Vorstand des Museumsvereins strebt im Jahr 2018/ 2019 eine Baugrundsicherung des Gebäudes und eine Sanierung sämtlicher Folgeschäden an: alle Vorbereitungen dazu sind bereits getroffen. Um eine Finanzierung sicher zu stellen und auch eine Eigenbeteiligung aufzubringen, bittet der Museumsverein um Spenden, Stichwort “Sanierung”. Auskünfte erteilt Elke Meyer-Hoos Tel 05843-429