Es war die umfang- und detailreichste Ausstellung von Ansichtskarten über die 300 Orte des Landkreises Lüchow-Dannenberg, die jemals im Wendland zwischen Elbe und Jeetzel zu sehen war. Durch freundliche Unterstützung vieler Sammler und aus eigenem Fundus zauberten die Wustrower Museumsleute mit mehreren hundert “Blicken” ein Spiegelbild der wendländischen Geschichte des 20. Jahrhunderts an die Museumswände und in die Vitrinen: Gastwirtschaften und Kirchen, Bahnhöfe, Dorfansichten und Fabriken – so, wie die Fotografen und Zeichner der Ansichtskarten-Verlage die Orte von Bahrendorf bis Zienitz gesehen haben. Insgesamt wurden im MUSEUM WUSTROW über 300 Original-Ansichtskarten gezeigt und zusätzlich etwa die gleiche Zahl an hochwertigen Vergrößerungen, die heute als Sammlung im Archiv zugänglich sind.

Was gibt es nicht alles auf den nur etwa 9 cm x 13, 5 cm großen Gruß-Karten zu bewundern: Die Körnung der Damhirsche im Tiergarten des Herrn Grafen v. Oeynhausen in Bad(!) Hitzacker oder die Gastwirtschaft von H. Seisselberg in Lanze, die Kalksandsteinwerke in Tiessau/Elbe oder den Elbdampfer “Kronprinzessin Cecilie” auf der Fahrt bei Wussegel, die Gühlitzer Dampf-, Wind- und Wassermühle oder das Dannenberger Johanniter-Krankenhaus auf einer Karte von 1904. Auch “Gorleben” taucht in Karten auf, wie auch die bekannten wendländischen Trachten in Farbe aus der Frühzeit des Jahrhunderts.

Außerdem gab es in Wustrow ganz seltene Reklamepostkarten aus dem Landkreis zu sehen und die Lüchower Gymnasial-Gruppe “Photo-Gräte” unter ihrer Lehrerin Hannah Cordes stellten Original-Entwürfe von neuen Ansichtskarten zur Verfügung, insbesondere jener kleinen Orte, von denen noch nie Ansichtskarten zu erhalten waren. Die Wustrower Sammlung ist eine Chance, den Landkreis Lüchow-Dannenberg auf einen Schlag kennenzulernen und ihn lieb zu gewinnen!