Als Liebeserklärung an das Wendland und seine BewohnerInnen wollten die Fotografin Bianca Schoebel und der Museumsmann Rolf Meyer ihre Foto-Schau verstanden wissen. Die neuen Ansichten der Lüchow-Dannenberger − in einem knappen Jahr auf die Platte gebannt − haben einen Landkreis-Identität stiftenden Aspekt. Und die Fotografien sind ein Zeugnis dafür, glücklich zu sein, genau hier zu leben und nicht irgendwo sonst und allein in dieser Welt:”Menschen sind das Schönste und Spannendste, was es gibt!”

Es ist ein fotografisches Mosaik, “Wendländer querbeet”, entstanden mit Szenen aus zahlreichen Ecken des Landkreises − von Nemitz bis Neu Darchau, von Gielau bis Restorf. Dabei wurden Jung und Alt, Einzelpersonen und Gruppen, ernste und heitere, bekannte und bis dato unbekannte Mitmenschen vorgestellt. Und um noch ein Stückchen Heimatkunde zu vermitteln, haben beide Ausstellungsgestalter die Porträtierten in Beziehung gesetzt zu einer Randgruppe menschlichen Wirkens, den Buswartehäuschen entlang der Strassen des Wendlandes.

Buswartehäuschen gehören zu den faszinierendsten Baukörpern, die man sich denken kann. Im Landkreis gibt es viele bewundernswerte Stücke, abgebildet auf 80 grossformatigen Fotos: Karmitz, das sich wie ein Schönheitspflästerchen aus der Landschaft abhebt, Meuchefitz, oder das Privat-Buswartehäuschen Thunpadel. Aber auch der von maroden Häuschen ausgehende Reiz wurde vermittelt − wie z.B. der von Wöhningen oder von Lübbow.