Die Werkschau

Eröffnung war am 7. Sepember 2003

Für die Künstlerinnen Astrid Clasen, Uta Helene Götz und Irmhild Schwarz ist seit den 1980ern der Arbeits- und Lebensmittelpunkt der Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Leben und Arbeit wurde, historisch folgerichtig, lange Zeit beeinflusst durch das Engagement im Bürgerprotest gegen die Atomanlagen in Gorleben. Andererseits beeinflussten ihre Plakate und Aktionen (Götz/Schwarz) die “Ästhetik” des Widerstandes. Das wiederum , so die Künstlerinnen, bereicherte ihre “freie” Arbeit und schuf ein dichtes Netz von Freundschaften und sozialen Kontakten.

Neben ihren unabhängig voneinander entstehenden Arbeiten konzipieren und realisieren sie, in wechselnden Konstellationen, Ausstellungen und Aktionen, z.B. für den Kunstverein Hitzacker oder innerhalb der Reihe “Kulturelle Landpartie”. Damit tragen sie wesentlich zum kulturellen Leben der Region bei.

Die Ausstellung im Museum Wustrow wird als Projekt konzipiert., das Fragen formuliert, sie aber nicht unbedingt beantworten will (oder kann): was haben diese Drei z.B. inhaltlich, formal und technisch gemeinsam, was unterscheidet sie voneinander?

Berührungspunkte, Widersprüchliches, Gemeinsames – die Schau bringt erstmals repräsentative Werke von Clasen, Götz und Schwarz zusammen, stellt sie bewusst einander gegenüber und in Vergleich. Eine didaktische Schlussfolgerung ist nicht das Ziel, sondern eine vergnügliche, aufschlussreiche, gemeinsame Erfahrung, für die Künstlerinnen und die Gäste des Museums. Das Projekt kann dazu beitragen, individuelle Wege in der zeitgenössischen Kunst besser verstehen zu lernen.

Besucher in der Ausstellung