Dampfziegelei Walter Schröder, Güstritz

Ziegelei Arbeiter 1927

Ausstellung im Museum Wustrow vom  27.08. bis 16.11.2008

Es gab zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert rund 20 Ziegeleien in den Kreisen Lüchow und Dannenberg. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts waren alle stillgelegt. Einige waren Dampfziegeleien. Als Beispiel kann die Ziegelei in Güstritz dienen.

1882 beteiligte sich die Firma Friedr. & E. Wentz, Wustrow, an der Handziegelei von Werner & Baetje in Güstritz.

Ab 1896 war der Leinenfabrikant Wentz alleiniger Besitzer.

1899 erweiterte der Teilhaber der Weberei Wilhelm Lüring den Betrieb durch die Anlage eines Ringofens, die Ziegelproduktion wurde auf Dampf umgestellt.

Die Ziegelei Wentz hatte ihre ertragreichste Zeit zwischen 1900 und dem ersten Weltkrieg, als sie die Steine für den Bau der Kaliwerke und der Bergwerkssiedlung Rudolphstrasse in Wustrow lieferte

Luftbild der Ziegelei

1920 verkaufte die Firma Wentz wegen finanzieller Schwierigkeiten in der Weberei die Ziegelei an 8 Gesellschafter.

1933 übernahm der Ziegelei-Ingenieur Walter Schröder, ab 1920 Betriebsleiter auf der Ziegelei Güstritz, das Werk.

Schröder beschäftigte etwa 40 Arbeiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellt er Werkswohnungen und Notunterkünfte zur Verfügung, da er italienische Gastarbeiter und viele Flüchtlinge beschäftigte. Etwa 11 Arbeiter mit Familien wohnten auf dem Gelände und in einem Gebäude an der Strasse nach Güstritz.

Anfang 1950 wurde der Ringofen mit einem Ringofenumfassungsgebäude verlängert. In der Nachkriegszeit (zerbombte Städte) wurde die Produktion enorm gesteigert. 1964 war das letzte Produktionsjahr.

Ziegelei Maschine

In der Ausstellung wird ausführlich in Fotos und Bauplänen über die Technik der Ziegelherstellung und die Ziegeleibahnen informiert.

Verantwortlich für die Ausstellung waren:

Elke Meyer-Hoos, Ulrich Lühmann